Gewalt an Schulen ist zum Alltag geworden: Jede zweite Lehrkraft berichtet an ihrer Schule über Probleme mit körperlicher oder psychischer Gewalt!
Mobbing, Bedrohung und Vandalismus – die Anzahl der Straftaten an Gewalt in Schulen ist im Jahr 2023 in Niedersachsen gestiegen. Spezielle Events wie der SaferInternetDay schützen Kinder durch Aufklärung vor Gefahren im Internet, aber wie schützen wir eigentlich Kinder vor Gewalt?

Was führt zu Gewalt an Schulen? Die Ursachen
Es gibt einige Risikofaktoren dafür, warum auch Kinder im Grundschulalter zu gewalttätigen Aktionen greifen. Wichtig ist die Faktoren zu verstehen und zu analysieren, um ein umfangreiches Schutzkonzept an Schulen zu errichten. Für Gewalt an Schulen, gibt es verschiedene Ursachen:
Familiäre und soziale Ursachen
Kinder, die bereits Gewalt an Schulen anwenden, haben diese Erfahrung schon aus einem anderen Umfeld gemacht. Gewalt und Konflikte können bereits im Elternhaus auftreten und sich bei den Kindern zur Normalität manifestieren. Eine fehlende Bindung an die Eltern, Vernachlässigungen oder Armut können Konsequenzen bei den Kinder nach sich ziehen und zu Stress führen, insbesondere durch weitere Merkmale wie dem Gruppenzwang oder der Sehnsucht nach Anerkennung.
Persönliche Faktoren und psychische Gesundheit
Insbesondere in jungen Jahren wirkt die Mentalität und Moral anders, denn sie beginnt sich erst zu entwickeln. Auch Lehrer haben die fehlende Selbststeuerung, mangelnde Empathie und eine niedrige Frustrationstoleranz als Auslöser für die steigende Gewalt an Schulen genannt.
Außerschulische Einflüsse
Auch die aktuelle politische Lage führt zu Gewalt an Schulen – Gesellschaftliche Unsicherheiten durch Kriege, Krisen und Pandemien führen zu Angst und Frust bei Kindern. Der hohe Medienkonsum und Gewaltinhalte im Internet verstärken die Frust, und normalisiert die gezeigte Gewalt auch im Internet
Schulische Bedingungen
Neben den familiären und gesellschaftlichen Einflüssen spielen die Bedingungen innerhalb der Schule selbst eine große Rolle. Fehlende Aufsicht, ein überforderter Lehrkörper sowie ein mangelndes Konzept zur Konfliktlösung können dazu führen, dass Spannungen zwischen den Kindern nicht rechtzeitig erkannt oder gelöst werden. Wenn Schüler keine Möglichkeit haben, Konflikte konstruktiv zu besprechen oder wenn sie das Gefühl haben, von Lehrkräften nicht ernst genommen zu werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihre Frustration in Form von Gewalt äußern.
Gruppenzwang und Anerkennung
Gerade in der Grundschule beginnt für viele Kinder die Phase, in der die Zugehörigkeit zu einer Gruppe besonders wichtig wird. Der Wunsch nach Akzeptanz und Anerkennung durch Gleichaltrige kann dazu führen, dass einzelne Kinder sich aggressiv verhalten, um Stärke zu demonstrieren oder um den Status innerhalb der Gruppe zu sichern. Dieser Mechanismus ist oft weniger Ausdruck von „böser Absicht“, sondern von Unsicherheit und dem Bedürfnis nach sozialer Bestätigung.
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Folgen für betroffene Schüler:innen
Gewalt an Schulen beeinträchtigt nicht nur das Lernklima, sondern hat vor allem für die direkt Betroffenen gravierende Folgen – sowohl körperlich als auch psychisch.
- Psychische Auswirkungen Opfer leiden durch den erlebten Schaden von Gewalt und Mobbing an Stress und können durch das Erlebte Angstzustände und Depressionen entwickeln. Es kommt zu einem Verlust des Selbstwertgefühls und des Vertrauens in die eigene Zukunft und in Erwachsene, wenn diese bei den traumatischen Erlebnissen nicht einschreiten
- Langfristiges Traumata Die seelischen Folgen können sich insbesondere beim wiederholten Erleben von psychischer Gewalt zu einem Trauma vertiefen, der auch noch zu Schwierigkeiten im Erwachsenenalter führen kann
- Beeinträchtigung der Lernfähigkeit Gestresste Schüler*innen können sich schlechter konzentrieren, was zu schlechten schulischen Leistungen führt
- Mögliche Verhaltensänderung Um die traumatischen Ereignisse zu verarbeiten, können betroffene Schüler*innen auch plötzlich selbst zu Gewalt greifen und bilden ein aggressives Verhalten, dass zu einer Gewaltspirale führen kann
- Negative Auswirkungen auf die Entwicklung Langfristig kann Gewalt die psychische und körperliche Entwicklung beeinträchtigen und können in Verbindung anderer Folgen zu einem niedrigen Bildungs- und Berufsweg führen, als auch zu Problemen in zwischenmenschlichen Beziehungen
Für mehr Miteinander an Schulen
Gewalt an Schulen hinterlässt Spuren – nicht nur im Lernumfeld, sondern vor allem bei den Betroffenen selbst. Aufmerksames Beobachten und Sensibilisieren für Warnsignale ist ein erster Schritt, doch wirkliche Veränderung braucht Aufklärung, Prävention und gemeinsames Engagement.
Wir bei respektplus setzen uns dafür ein, dass Schulen sichere Orte des Lernens und des respektvollen Miteinanders sind. Gewalt hinterlässt Spuren – physisch wie psychisch – und kann das Leben von Schüler*innen nachhaltig beeinflussen. Deshalb ist es uns wichtig, nicht nur auf Warnsignale zu achten, sondern aktiv Prävention zu fördern und Aufklärung zu leisten!
Haben Sie ein Projekt, dass unser Ziel für mehr Miteinander in der Gesellschaft fördert? Wir fördern finanziell Präventionsmaßnahmen für mehr Gleichberechtigung, Toleranz, Solidarität und die Bekämpfung von Gewalt! Füllen Sie ganz einfach und schnell unseren Förderantrag aus! Klicken Sie einfach hier, um zum Förderantrag zu gelangen – denn gemeinsam können wir unsere Gesellschaft weiterbringen.