Mut ist orange – Gewaltprävention und Demokratiebildung gemeinsam denken

Mit dem Projekt „Mut ist orange“ setzt der Zonta-Club Westfälischer Friede ein starkes Zeichen gegen (sexualisierte) Gewalt und für demokratische Werte. Das Projekt wurde im Januar 2026 gestartet und legt den Fokus auf die Ausbildung von Gewaltpräventions- und Demokratie-Pat:innen, die junge Menschen dabei unterstützen sollen, ihre Rechte zu kennen, Grenzen zu erkennen und respektvolles Handeln aktiv mitzugestalten. Die Farbe Orange verweist dabei bewusst auf die UN-Kampagne „Orange the World“, die weltweit auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam macht. Gleichzeitig steht „Mut ist orange“ für Zivilcourage, Haltung und Verantwortung im Alltag.

Gewaltprävention beginnt bei Haltung und Respekt

„Mut ist orange“ macht deutlich: Gewaltprävention und Demokratie gehören zusammen. Wo demokratische Werte wie Respekt, Gleichberechtigung und Verantwortung missachtet werden, entsteht Raum für Gewalt – insbesondere für sexualisierte Gewalt. Das Projekt greift zentrale Fragen auf, die junge Menschen heute unmittelbar betreffen: Wo beginnt Gewalt – auch im digitalen Raum? Welche Rolle spielen Macht, Scham und Grenzverletzungen? Wie hängen Respekt, Demokratie und der Umgang miteinander zusammen? Welche Verantwortung tragen wir füreinander? Ziel ist es, Gewalt als nichtdemokratisches Handeln zu entlarven und demokratische Alternativen sichtbar zu machen.

Mut ist Orange Teilnehmenden  aus dem Zonta-Club Westfälischer Friede Club

So wird das Projekt umgesetzt

Das Projekt wird von der Kommunikationstrainerin Dr. Debbie Stoll geleitet und in Zusammenarbeit mit dem Berufsschulzentrum am Westerberg umgesetzt. Bereits im Januar 2026 fand ein erster Workshop statt, in dem gemeinsam mit Lehrkräften und Sozialarbeiter:innen ein Gewaltpräventionskonzept erarbeitet wurde. Im weiteren Verlauf des Projekts vertiefen Schüler:innen die Inhalte in einem Peer-Workshop und tragen diese aktiv in ihre Klassen und Jahrgänge weiter. Der partizipative Ansatz stärkt nicht nur Wissen, sondern auch Handlungssicherheit, Selbstwirksamkeit und gegenseitige Verantwortung.

Warum respektplus dieses Projekt unterstützt

Als Stiftung gegen Gewalt und Hetze fördern wir Projekte, die Prävention ganzheitlich denken. „Mut ist orange“ verbindet Gewaltprävention, Demokratiebildung und die Stärkung von Menschen auf besondere Weise. Gemeinsam mit dem prävos | Präventionsverein Osnabrück e. V. unterstützen wir dieses Projekt finanziell und inhaltlich, um nachhaltige Strukturen für Respekt und Schutz vor Gewalt in der Region zu stärken.

„Mut ist orange“ ist Zonta in Aktion: Clubpräsidentin Lidia Wübbelmann (links) dankte der Projektleiterin Dr. Debbie Stoll (Mitte) für ihr Engagement und Jana Henrichs von der Volksbank-Stiftung respektplus für die finanzielle Unterstützung des neuen Zonta-Projekts.
„Mut ist orange“ ist Zonta in Aktion: Clubpräsidentin Lidia Wübbelmann (links) dankte der Projektleiterin Dr. Debbie Stoll (Mitte) für ihr Engagement und Jana Henrichs von respektplus für die finanzielle Unterstützung des neuen Zonta-Projekts.

Was „Mut ist orange“ bewirken soll

„Mut ist orange“ zeigt, dass Gewaltprävention kein Randthema ist, sondern eine Frage unserer demokratischen Haltung. Durch die Ausbildung von Multiplikator:innen wirkt das Projekt über einzelne Workshops hinaus und entfaltet langfristige Wirkung im schulischen Umfeld. Wir freuen uns, dieses Projekt seit Januar 2026 begleiten zu dürfen und damit einen Beitrag für mehr Respekt, mehr Miteinander und mehr Sicherheit für junge Menschen in der Region zu leisten.