Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: Ein globales Problem, das uns alle betrifft
Am 25. November erinnern die Vereinten Nationen mit dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen an eine erschreckende Realität: Jede dritte Frau weltweit erlebt körperliche oder sexuelle Gewalt. In Deutschland sind es zwei von drei Frauen, die in ihrem Leben von sexueller Belästigung betroffen sind. Häusliche Gewalt bleibt dabei die häufigste Form – und betrifft Frauen aller sozialen Schichten.
Ein sichtbares Zeichen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen
Gewalt gegen Frauen ist eine globale Herausforderung, die auch in unserer Region spürbar ist. Umso wichtiger ist es, öffentlich ein Zeichen zu setzen. Wir von respektplus haben vor der Volksbank-Domhof-Filiale eine orangefarbene Bank aufgestellt. Diese Bank ist Teil der Aktion „Orange Bänke“ und trägt die Botschaft: „Hier ist kein Platz für Gewalt an Frauen und Mädchen!“
Auf der Bank ist zudem das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (08000 116 016) eingraviert, das Frauen in Not anonym und rund um die Uhr Unterstützung bietet. Mit dieser Aktion möchten wir Aufmerksamkeit schaffen und Betroffenen einen konkreten Hinweis auf schnelle Hilfe geben.
Die Bedeutung der orangefarbenen Bänke
Die Initiative „Orange Bänke“, ins Leben gerufen vom ZONTA-Club Osnabrück Westfälischer Friede, ist ein starkes Symbol im Kampf gegen Gewalt an Frauen. Seit 2022 werden diese Bänke in Stadt und Landkreis Osnabrück aufgestellt, ergänzt durch hilfreiche Informationen. Ziel ist es, das Thema geschlechtsspezifische Gewalt nachhaltig ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und Betroffenen sowie Angehörigen konkrete Unterstützungswege aufzuzeigen.
Was versteht man unter Gewalt gegen Frauen?
Gewalt gegen Frauen tritt in vielen Formen auf, darunter:
- Partnerschaftsgewalt
- Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
- Sexualisierte Gewalt
- Digitale Gewalt
- Stalking
- Mobbing
- Gewalt im Namen der „Ehre“
- Zwangsverheiratung
- Genitalverstümmelung
- Menschenhandel und Ausbeutung
Häusliche Gewalt: Die unterschätzte Gefahr
Laut dem Bundeslagebild des BKA erlebten allein in Deutschland 180.715 Frauen im Jahr 2023 häusliche Gewalt. Häufig sind die Täter (Ex-)Partner oder Familienmitglieder. Gewalt zeigt sich nicht nur in Schlägen, sondern auch in psychischem Druck, Drohungen oder Stalking. Besonders alarmierend: Viele Taten werden nicht gemeldet, was die Dunkelziffer hoch hält.
Sexuelle Gewalt und ihre Folgen
Sexuelle Gewalt ist eine der gravierendsten Formen geschlechtsspezifischer Gewalt. Laut Statistiken wurden 2023 mehr als 52.000 Frauen und Mädchen Opfer von Sexualstraftaten. Darunter fallen Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und Belästigung. Besonders alarmierend ist, dass die Hälfte der Opfer unter 18 Jahre alt ist.
Hilfsangebote: Unterstützung für Frauen in Not
In Deutschland stehen Frauen rund 400 Frauenhäuser und Schutzwohnungen zur Verfügung. Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen ist anonym und rund um die Uhr unter der Nummer 08000 116 016 erreichbar. Es bietet Beratung in 17 Sprachen und ist eine wichtige Anlaufstelle für Betroffene. Hier mehr Infos zum Thema: https://www.bafza.de/rat-und-hilfe/hilfetelefon-gewalt-gegen-frauen
respektplus fördert Projekte zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen
respektplus setzt sich aktiv für die Prävention von Gewalt, Hass und Diskriminierung in der Region Osnabrück ein. Derzeit fördern wir gezielt Projekte, die Betroffene schützen und Hilfe bieten. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit anderen Initiativen und Engagierten ein Umfeld zu schaffen, das von Respekt, Solidarität und Miteinander geprägt ist. Wir laden weitere Projekte herzlich ein, sich anzuschließen – denn jeder Schritt für mehr Respekt macht unsere Gesellschaft ein Stück besser.
Haben Sie ein Projekt gegen die Gewalt an Frauen, das Sie fördern lassen möchten? Klicken Sie einfach hier!