Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen (auch Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen genannt) findet jährlich am 25. November statt und dient der Bekämpfung von Gewalt und Diskriminierung gegenüber Frauen und Mädchen.

Gewalt gegen Frauen ist ein weltweites Problem
Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen macht darauf aufmerksam, dass Frauen und Mädchen in allen Ländern von körperlicher, psychischer, sexualisierter, digitaler und wirtschaftlicher Gewalt betroffen sind – oft im eigenen Zuhause, in Partnerschaften, am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Raum.
Gewalt gegen Frauen ist eine massive Menschenrechtsverletzung und Ausdruck tief verankerter struktureller Ungleichheiten. Ziel des Aktionstags ist es, diese Gewalt sichtbar zu machen, Betroffenen Wege zu Hilfe und Schutz zu eröffnen und Politik, Institutionen und Gesellschaft zu entschlossenem Handeln zu bewegen.
Gewalt an Frauen zeigt sich in vielen Formen:
- Häusliche Gewalt
- Stalking
- Sexualisierte Übergriffe
- Vergewaltigung
- Zwangsheirat
- Menschenhandel
- Digitale Gewalt
- Femizide
Diese Gewalt gegen Frauen ist kein privates Problem, sondern ein gesellschaftliches und politisches. Sie betrifft alle Altersgruppen, Milieus und Regionen – und trifft Frauen, die ohnehin Diskriminierung erfahren, wie geflüchtete, behinderte oder armutsbetroffene Frauen, besonders hart.
Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen: Herkunft
Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen geht auf die Ermordung der drei dominikanischen Schwestern Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal im Jahr 1960 zurück, die sich gegen die Diktatur von Rafael Trujillo wehrten.
Seit 1981 wird ihr Todestag als Gedenktag genutzt, und seit 1999 ruft die UN offiziell zum Aktionstag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen auf. Im Jahr 1993 definierte die UN Gewalt gegen Frauen erstmals als geschlechterbasierte Menschenrechtsverletzung, die auf struktureller Ungleichheit basiert.
Hilfsangebote
Gewalt gegen Frauen ist auch im Raum Osnabrück ein weitverbreitetes und gravierendes gesellschaftliches Problem. Gerade in kritischen Momenten kommt es darauf an, rasch die richtige Unterstützung zu erhalten. Frauenhäuser, Beratungsstellen und Notrufnummern stehen betroffenen Frauen zur Seite und bieten Schutz, Sicherheit sowie professionelle Hilfe – damit niemand mit Gewalt alleine bleibt.
Wir stellen die wichtigsten Anlaufstellen für Frauen in Osnabrück und Umgebung vor – von Notunterkünften über Telefonhotlines bis hin zu Beratungsangeboten – damit Betroffene und Unterstützer*innen auf einen Blick die passenden Hilfen finden!
Orange the World
Rund um den 25. November findet jährlich die UN-Kampagne „Orange the World“ im Rahmen der „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ statt. Vom 25. November bis zum 10. Dezember (Tag der Menschenrechte) setzen Städte, Organisationen und Institutionen ein sichtbares Zeichen, indem Gebäude orange angestrahlt, Aktionen organisiert und Informationen zu Hilfsangeboten verbreitet werden.
Die Farbe Orange steht symbolisch für eine Zukunft ohne Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Begleitet wird die Kampagne von Hashtags wie #OrangeTheWorld, #16Days oder #StoppGewalt, um in den sozialen Medien Reichweite zu erzeugen und möglichst viele Menschen zu sensibilisieren.
Wir brechen das Schweigen mit #SchweigenBrechen
#SchweigenBrechen gehört zur Mitmachaktion „Wir brechen das Schweigen“, die seit 2015 jährlich vom Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ durchgeführt wird. Ziel ist es, das Tabu rund um häusliche und sexualisierte Gewalt zu durchbrechen, Betroffene zu ermutigen, sich Hilfe zu holen, und die breite Öffentlichkeit für ihre Mitverantwortung zu sensibilisieren.
Die Aktion richtet sich ausdrücklich nicht nur an Betroffene, sondern auch an Angehörige, Kolleginnen und Kollegen, Fachkräfte, Institutionen, Kommunen und Unternehmen. Alle werden eingeladen, öffentlich Stellung zu beziehen und damit zu zeigen: Gewalt gegen Frauen ist kein privates Problem, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen
Gewalt gegen Frauen ist in Deutschland keine Randerscheinung, sondern bittere Realität – jeden Tag, in allen sozialen Schichten. Die aktuellen Zahlen zeigen einen klaren Trend: Gewalt nimmt zu, und noch immer sprechen viele Betroffene aus Angst oder Scham nicht darüber.
Gewalt gegen Frauen darf kein Tabuthema bleiben. Jede und jeder kann dazu beitragen, Betroffene zu unterstützen, hinzuschauen und Hilfe anzubieten. Gemeinsam können wir ein deutliches Zeichen gegen Gewalt und für mehr Sicherheit, Respekt und Gleichberechtigung setzen.
Haben Sie ein Projekt, das unsere Mission gegen Gewalt und Hetze unterstützt? Wir fördern finanziell alle Projekte, die mehr Miteinander unterstützen! Ob Schulprojekte, Aufklärungsarbeiten oder Präventionsmaßnahmen – wir unterstützen finanziell all das, was unsere Gesellschaft weiterbringt!
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