In der Gesellschaft begegnen uns immer wieder vereinfachende und diskriminierende Aussagen – sogenannte Stammtischparolen –, die Ängste schüren und Gruppen gegeneinander ausspielen. An der Angelaschule Osnabrück wurde in einem vierwöchigen Argumentationstraining mit den 10. Klassen gezielt daran gearbeitet, wie man solchen Aussagen sachlich, respektvoll und selbstbewusst begegnen kann. Gemeinsam mit dem Referenten Alexander Oldiges von den Freiwilligen Sozialen Diensten im Bistum Münster lernten die Schülerinnen und Schüler, Haltung zu zeigen, klare Argumente zu formulieren und in schwierigen Gesprächen ruhig zu bleiben.

Wie geht man gegen Stammtischparolen vor? Die Angelaschule Osnabrück macht’s vor.
Stammtischparolen treffen uns oft unerwartet – im Alltag, in Gesprächen mit Bekannten oder in der Schule. Viele wissen in solchen Momenten nicht sofort, wie sie reagieren können. Um genau das zu ändern, fand an der Angelaschule Osnabrück in den vergangenen vier Wochen ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen für die 10. Klassen statt.
Geleitet wurde das Training von Alexander Oldiges von den Freiwilligen Sozialen Diensten im Bistum Münster. An vier aufeinanderfolgenden Freitagen arbeitete er jeweils vier Stunden intensiv mit den Klassen daran, diskriminierenden, vereinfachenden oder populistischen Aussagen im Alltag sicher und respektvoll zu begegnen.
Durch abwechslungsreiche Übungen und Gespräche lernten die Schülerinnen und Schüler, überzeugende Argumente zu entwickeln, ruhig zu bleiben und in Konfliktsituationen auf Augenhöhe zu reagieren. Besonders bereichernd war der offene Austausch über Erfahrungen, Wahrnehmungen und Meinungen. Die Jugendlichen zeigten großes Engagement und nahmen das Angebot mit sehr positiver Resonanz an – nicht zuletzt dank der motivierenden und wertschätzenden Art des Referenten.
Was sind Stammtischparolen?
Stammtischparolen sind kurze, plakative Aussagen, die komplexe Themen vereinfachen, verallgemeinern und oft auf bestimmte Gruppen abzielen.
Sie transportieren meist Vorurteile, Pauschalurteile und Abwertungen, etwa gegenüber Menschen mit anderer Herkunft, Religion, Lebensweise oder sozialer Situation, und tun dies häufig in einem aggressiven, selbstgerechten oder herablassenden Ton. Typisch ist, dass sie sich als „einfache Wahrheit“ präsentieren, aber Fakten, Differenzierungen und Kontext außer Acht lassen – genau deshalb sind sie so schwer spontan zu widerlegen.
Mehr Respekt im Miteinander
Dieses Argumentationstraining ist ein wichtiger Schritt, um junge Menschen für respektvollen Umgang und Zivilcourage im Alltag zu stärken – ein Gewinn für alle, die sich für ein offenes, solidarisches Miteinander einsetzen.
Uns freut es besonders, dieses Projekt an der Angelaschule Osnabrück unterstützt haben zu können und damit einen Beitrag zu mehr Haltung, Empathie und demokratischem Miteinander an Schulen leisten zu dürfen!
Haben Sie ein Projekt, dass unserer Mission gegen Gewalt und Hetze unterstützt? Wir fördern finanziell alle Projekte, die mehr Miteinander unterstützen! Ob Schulprojekte, Aufklärungsarbeiten oder Präventionsmaßnahmen – wir unterstützen finanziell all das, was unsere Gesellschaft weiterbringt!
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